Heimordnung

A. Allgemeines

1. Das Schülerheim der Landesberufsschule Geras wird von der Wirtschafts-

kammer Niederösterreich, Fachgruppe Gastronomie und Hotellerie,

verwaltet.

Verwaltung: Herr Christian Achleitner

Die Pädagogische Leitung obliegt Frau BD Christine Stöger, die

Stellvertretung Herrn BDS Franz Firmann.

Die Betreuung der Schüler erfolgt durch die Erzieher.

Die Erzieherdiensteinteilung ist für alle sichtbar bekanntzugeben.

2. Jeder Berufsschulpflichtige hat das Recht, während des Lehrganges, zu

dem er einberufen ist, im Heim oder in einer in etwa gleichwertigen Unter-

kunft zu wohnen, sofern er die folgenden Bedingungen erfüllt und nicht

wegen krassen Fehlverhaltens aus dem Heim ausgeschlossen werden muss.

Außerordentliche Schüler können nach Maßgabe des vorhandenen Platzes

aufgenommen werden.

Voraussetzung für die Aufnahme ins Schülerheim ist der gleichzeitige

Besuch der betreffenden Landesberufsschule, die gesundheitliche Eignung

und die Bezahlung des Heimbeitrages.

3. Das Schülerheim und seine Einrichtungen wurden unter Einsatz von großen

Geldbeträgen geschaffen. Schonende Behandlung ist daher nicht nur eine

selbstverständliche Pflicht, sondern kommt auch jedem einzelnen zugute.

4. Die Schüler haben sich in der Gemeinschaft des Schülerheimes hilfsbereit,

verständnisvoll und höflich zu verhalten. Aufrichtigkeit und Rücksicht unter-

einander und gegenüber den Erziehern und dem Heimpersonal sind not-

wendig.

B. Verhalten im Schülerheim:

1. Der Tagesablauf ist in den einzelnen speziellen Heimordnungen zeitlich

festzulegen (Wecken, Essenszeiten, Studierzeiten. Ausgang und Nacht-

ruhe) und den Heimbewohnern in geeigneter Form bekanntzugeben.

2. Die Schüler sollen den Erfordernissen entsprechend gekleidet sein.

Im Interesse der Gesundheit aller ist darauf zu achten, dass die Körper-

pflege und Reinlichkeit den hygienischen Erfordernissen entspricht.

3. Die Hauptmahlzeiten werden grundsätzlich im Speisesaal eingenommen.

Es soll jeder unnötige Lärm vermieden und bei Tisch auf Sauberkeit ge-

achtet werden.

4. Zur Vorbereitung auf den Unterricht und vor allem zur Wiederholung

sind Studiermöglichkeiten vorzusehen. In den Studierräumen ist die für

das Lernen notwendige Ruhe einzuhalten.

5. Die zu Lehrgangsbeginn bereits geplanten Veranstaltungen (z.B. Theater-

fahrten, Sportwettkämpfe, Spiele etc.) sind den Schülern in geeigneter Form

bekannt zu geben. Soweit wie möglich sollten interessierte Schüler an derartigen

Veranstaltungen teilnehmen können. Allfällige Kostenbeiträge müssen an-

gemessen und so niedrig wie möglich sein. Darüber hinaus sind die Schüler

über Möglichkeiten der individuellen Freizeitgestaltung innerhalb und außer-

halb des Schülerheimes zu informieren.

6. Sämtliche Einrichtungen des Schülerheimes sowie Sportgeräte, Spiele, Bücher

und sonstige dem Schülerheim gehörende Mittel zur Freizeitgestaltung sind

schonend zu behandeln.

Das Heiminventar ist in den Zimmern zu belassen, für die es vorgesehen

ist.

Für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden,

haftet der Schuldtragende.

7. Gegenstände, die den Heimbetrieb stören (z.B. eigener Fernsehapparat)

oder die Sicherheit gefährden (z.B. Springmesser, Schlagring u.ä.),

dürfen von den Schülern nicht mitgebracht werden. Derartige Gegen-

stände sind dem Erzieher auf Verlangen zu übergeben und werden beim

Ausscheiden aus dem Schülerheim zurückgegeben, es sei denn, es handelt

sich um sicherheitsgefährdende Gegenstände. Diese dürfen nur dem Er-

ziehungsberechtigten oder Organen der Exekutive ausgefolgt werden.

8. Vorschriften über Sicherheitsmaßnahmen sind besonders zu beachten.

Die Heimbewohner sind verpflichtet, Beobachtungen über Ereignisse,

die die Sicherheit gefährden, primär dem diensthabenden Erzieher zu

melden, damit er entsprechende sicherheitsdienliche Maßnahmen setzen

kann, bis die Information der Pädagogischen Leitung und Heimverwaltung

erfolgt ist. Bei Gefahr im Verzug ist das Notwendige gleichzeitig zu ver-

anlassen.

9. Größere Geldbeträge können in der Heimkanzlei deponiert werden. Jeder ist

verpflichtet, Wertgegenstände unter Verschluss zu halten.

Für nicht deponierte Geldbeträge und nicht verwahrte Wertgegenstände

wird nicht gehaftet.

10. Krankheitserscheinungen sind vom Betroffenen selbst, aber auch von den

Mitschülern dem diensthabenden Erzieher mitzuteilen. Der Erzieher hat

eine ärztliche Betreuung - soweit notwendig - zu veranlassen. Der Arzt

hat, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu entscheiden.

a) ob der Schüler im Krankenzimmer des Schülerheimes betreut werden

kann, bzw.

b) ob der kranke Schüler reisefähig ist und nach Hause geschickt werden

kann, oder

c) ob der Schüler so schwer erkrankt ist, dass er ins Krankenhaus ein-

geliefert werden muss.

11. Erleidet ein Schüler einen Unfall, so hat er dies in seinem Interesse um-

gehend dem diensthabenden Erzieher mitzuteilen, damit eventuelle Ver-

sicherungsansprüche gewahrt bleiben.

Im übrigen wird genauso vorgegangen wie bei Krankheit.

12. Im Falle einer ernstlichen Erkrankung bzw. erheblichen Verletzung sind

die Erziehungs- und Lehrberechtigten durch die Pädagogische Leitung

zu verständigen.

13. Rauchen ist nur in den hiezu vorgesehenen Örtlichkeiten erlaubt. Der

Genuss von alkoholischen Getränken und Suchtgiften ist verboten.

Im Rahmen der Drogenprävention wird durch die örtliche Polizei

Nachschau gehalten, ob derartige Substanzen ins Schülerheim

mitgenommen werden.

C. Verhalten außerhalb des Schülerheimes:

1. Ausgang soll nur in der für die jeweiligen Wetterverhältnisse passenden

Kleidung erfolgen. Hat ein Schüler die Absicht, den Schulort zu ver-

lassen, hat er dies dem diensthabenden Erzieher zu melden. Die Schüler

sollen sich so verhalten, dass sie keinen Grund zu Beschwerden geben.

2. An Wochenenden und schulfreien Tagen können die Schüler vom Schüler-

heim abreisen. Spätestens zwei Tage vor dem Wochenende bzw. dem

schulfreien Tag müssen sich die im Schülerheim verbleibenden Schüler bei

der Pädagogischen Leitung melden.

Kann ein Schüler nicht rechtzeitig zurückkehren, so ist die Pädagogische

Leitung unverzüglich zu verständigen.

3. In der Zeit zwischen Verlassen und Wiedereintreffen im Schülerheim be-

steht keine Betreuung.