Ein Tag im Internat

Wohnen im SCHÜLERHEIM – Was erwartet mich?

Aus dem Tagebuch des Schülers Xandi* :

„DING – DONG", so klingt der Weckruf in mein Ohr. In einem gemütlichen Bett des Schülerheimes werde ich munter. Das Bad in unserem Zimmer teile ich mit meinen drei anderen Mitbewohnern. Nur gut, dass das WC separat im Vorraum ist, um so dem morgendlichen Stress zu entkommen.

Noch schnell das Zimmer in Ordnung gebracht und der Erzieher erlaubt uns Schülern in den Speisaal zu gehen. Beim Frühstück erwartet uns ein reichhaltiges Büffet mit Kaffee, Tee, Kakao, Gebäck, Butter, Marmeladen, Müsli, ja sogar Wurst und Käse werden fast täglich angeboten.

Der Schulunterricht wird am Vormittag durch die „Gesunde Jause" ( große Pause) mit Aufstrich, Obst, Getränke usw. unterbrochen. Frisch gestärkt wird nun der lehrreiche Unterricht fortgesetzt.

Zu Mittag bekomme ich bei der Selbstbedienungsausgabe der Internatsküche ein liebevoll zubereitetes Essen mit Schwerpunkten der Jahreszeit. Besonders gefällt mir die gesundheitsbewusste Zusammenstellung der Menüs um uns Schülern mit vielen Vitaminen das Lernen zu erleichtern.

So ein Schultag ist ganz schön anstrengend! Gut, dass es nach der Schule genug Möglichkeiten gibt, sich etwas Erholung zu verschaffen. Nach dem Abendessen im Speisesaal spiele ich mit meinen Freunden eine Runde Billard oder Tischtennis im Freizeitraum. Neu im Freizeitangebot sind der Fitnessraum mit tollen, hochwertigen Geräten und eine Kletterwand mit vielen bunten Griffen zum Bouldern. In der warmen Jahreszeit finden am Sportplatz vor dem Schülerheim immer heiße Fußballturniere statt. Einigen von uns Schülern dürfte die ganze Lernerei zuviel geworden sein, so scheint es zumindest. Diese sind nicht mehr für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Sie machen es sich im Aufenthaltsraum auf der großen Couch gemütlich und sehen fern oder schauen sich eine DVD an.

Voll cool ist das Schülerbistro „Snackbox" (von Schülern betreut). Es wird uns dort erlaubt kleine Snacks zu kochen und für Getränke stehen Automaten zur Verfügung. Bei dieser entspannenden Atmosphäre vergisst man allzu schnell, in einer Berufsschule zu sein...

Erst als uns der Erzieher darauf aufmerksam macht, das gewonnene Wissen vom Tag zu festigen, werden wir auf die Zimmer geschickt. Nach der Lernstunde haben wir noch Zeit, Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen oder noch eine Runde Karten zu spielen.

Eigentlich fühle ich mich hier im Schülerheim sehr wohl. Es wird alles sauber geputzt und das Essen ist fast jeden Tag nach meinem Geschmack. Etwas ungewohnt ist für mich, dass ich mit bis zu 180 Mitschülern unter einem Dach wohne. Aber mit ein bisschen Rücksicht und Toleranz meinen Mitmenschen gegenüber können wir alle gut miteinander auskommen.

Gute Nacht liebes Tagebuch, bis morgen...

Xandi*

*) Name wurde geändert ;-)

Für den Inhalt verantwortlich – Christian Achleitner, Internatsverwaltung LBS Geras